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Kajaktour in der Altmark

VON OSTERBURG NACH SEEHAUSEN

Die Landschaft der Altmark lässt sich nicht nur zu Lande entdecken, sondern auch auf dem Wasser. Da ich direkt am Wasser aufgewachsen bin, kam ich nicht drumrum mir eine Aktivität auf einem der vielen Flüsse zu suchen. Dabei hatte ich damals nie die Möglichkeit bzw. das Interesse dafür. Erst als eines Tages, ich muss um die 12 Jahre alt gewesen sein, ein unbemanntes Kajak auf dem Aland entlang trieb, holte mein Vater sofort die Angel mit einem großen 3er Harken und fischte das Boot gewissermaßen aus dem Aland hinaus. Ein paar Tage später war in Seehausen Sperrmülltag und ich hatte ein neues Kajakpaddel. Das Schicksal meinte es wohl gut mit mir.

Seitdem bin ich, wenn es irgendwie möglich ist, mit Kajak unterwegs. Meine Lieblingsroute beginnt in Osterburg. Dort, wo die Uchte aus Stendal und die Biese aus Osterburg kommend aufeinandertreffen, setze ich ins Wasser ein. Die Strömung ist kaum wahrnehmbar und so fahre ich flusss- bzw. stromabwärts an Kühen, Pferden, Libellen, Schwänen & Wildgänsen vorbei, um mal einige zu nennen. An Tagen wie Diesen, erfahre ich komplette, innere Ruhe und höre das Paddel an meiner linken & rechten Seite, gleichmäßig im Wechsel, eintauchen. Nehme ich das Padel aus dem Wasser, hört man, wie die letzten Tropfen in den Fluss plätschern. Das Kajak dreht sich seitwärts und ich genieße die Flora & Fauna um mich herum. Jetzt im Frühsommer ist die Luft süßlich mit Blüten- und Rapsduft erfüllt. Man bekommt nahezu Lust die Luft zu essen, weil sie so lecker riecht.

Die Strecke von Osterburg bis nach Seehausen beträgt ungefähr 13km. Wenn man gut ist, schafft man die in 1 1/2 Stunden. Man kann sich aber auch, so wie ich auf meiner ersten Tour in diesem Jahr (2018), etwas mehr Zeit nehmen und längere Pausen einlegen, um ganz einfach zu entspannen. Man kommt an Dobbrun vorbei, unterquert bis nach Seehausen 3 Brücken und überwindet und überwindet bis zum Beustertor das Seehäuser Wehr. Hier sollten unerfahrene Paddler etwas Acht geben, da hier bei besonders niedrigem Flussgang die Strömung im Vergleich zum Rest der Tour, sehr stark ist. Durch den flach Stand, kann man auf Flusssteine stoßen. Deshalb Acht geben, wie man sich den besten Weg nimmt. Am besten durch die Mitte, mit vollem Karacho, hindurch. Das abenteuerliche Teilstück ist 20-30 Meter lang. Danach wird es wieder sehr ruhig und es ist geschafft, zumindest für mich, denn man kann bis nach Schnackenburg (Niedersachsen) bei Wittenberge (Brandenburg) weiterfahren, bis zur Elbe. Eine klare Empfehlung von mir für alle Kanu-, Kajak- und Bootsbegeisterten.

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Kommentare: 2
  • #1

    Angelika Boewe (Sonntag, 13 Mai 2018 19:50)

    Hallo Michael... danke für diese ausführliche Präsentation deiner Kajaktour durch einen Teil der Altmark. Das liest sich sehr schön und auch die Fotos sind sehr interressant. Bitte mehr davon. Bin ein Fan���

  • #2

    Jürgen Feger (Montag, 14 Mai 2018 01:39)

    Hallo Michael, Danke für diesen tollen Bericht über deine Kajaktour. Dieser weckt in mir den Wunsch so etwas auch mal zu machen. Leider gestaltet sich das für mich etwas problematisch da ich kein Kajak oder Kanu habe und ich das auch nicht alleine machen kann. Ich kann nur schlecht laufen und sitze im Rollstuhl.
    Aber vielleicht gibt es Gruppen die noch einen Platz im Kanu/Kajak haben und mich mal auf so eine Tour mitnehmen könnten. Ich kann sogar mitpaddeln denn meine Arme sind gesund. Ich bin aus Osterburg. Also wenn das geht sendet mir bitte eine mail an invader52@t-online.de. Vielen Dank