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Stockholm: Hej Då

Zwischen Sightseeing und gesehen werden

Heute ist der letzte Tag und wir haben bereits die super-moderne Station Odenplan besucht. Jetzt machen wir uns auf den Weg zur Fähre Nybroplan am Hafen Stockholms, den wir schon oft besucht haben. Wir wollen auf die Insel Fjäderholmarna und holen uns jeweils ein Ticket für 150SEK für die Hin- und Rückfahrt. Wir sonnen uns auf einer Bank. Zu viel Sonne für mein Gesicht, wie ich später feststellen werde. Wir sehen zwei Smartphone-Süchtige, wie sie an jedem Schiffsanleger Bilder von sich in verschiedenen Posen machen und können nur drüber lachen. Die Fähre kommt und wir nehmen die Plätze an der frischen Luft, denn das Wetter passt, auch wenn dunkle Wolken am Horizont zu sehen sind, die bedrohlich näher kommen. Die Fahrt dauer insgesamt 30 Minuten und man sieht Stockholm aus einer anderen Perspektive. Das Kastellet Stockholm ist nur ein Highlight, das man auf der Überfahrt zu sehen bekommt.

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Kastellet Stockholm

Als wir die kleine Schärengarten-Insel Fjäderholmarna erreichen, laufen wir los und ich fühle mich nach Finnland zurück versetzt. Diese großen Steinformationen (Klippen), auf den man entlang laufen kann, sind wirklich ein Spielplatz für große Kinder. Da die Insel relativ klein ist, fühlt man sich an einem Sonntag nicht wirklich alleine, wenn auch die Stockholmer ihre Zeit hier verbringen. Hektik kommt aber nicht auf, wenn der Weg mal etwas voller ist und es ist einfach schön hier zu sein. 

 

Man kann hier ein Museum für alte Schiffe besuchen, die nach traditioneller Handwerkskunst zusammengebaut werden. Desweiteren gibt es verschiedenen Werkstätten. Hier finden man Glasbläser, Töpfer, eine Schmiede und kleine Läden, die Dekoartikel und Kunsthandwerk verkaufen. Es gibt zwar eine Freiluftbühne Fjäderholmsscenen, wo man den gesamten Sommer über Musikveranstaltungen genießen kann, aber heute findet leider nichts statt. Wir wollen uns noch etwas zu essen gönnen, doch gibt es leider keine Wiener mehr. Und so richtig im Restaurant wollen wir nicht essen gehen, da es uns einfach zu teuer wäre. Nach einem Rundgang auf der Insel verabschieden wir uns von der schönen Insel Fjäderholmarna, wo man fernab vom Schuss der Stadthektik ist, wenn man das in Stockholm überhaupt so nennen kann.

 

Infos zu den Ablegezeiten und viel mehr findet ihr hier: 

https://www.stromma.se/de/stockholm/excursions/day-trips/fjaderholmarna/

kulinarisches fast food

Wir sind wieder zurück und haben noch eine Rechnung mit Stikki Nikki offen gehabt. Sarah berichtete mir immer wieder, wie toll das Eis sei und da ich jetzt auch von ihren letzten Behauptungen bzgl. des Essens in Stockholm nicht enttäuscht wurde, habe ich natürlich richtig Bock auf das Eis. Im Laden bestelle ich mir Salted Caramel. Und es reicht auch aus, wenn man sich eine Kugel bestellt, weil die ist wirklich so groß wie 2 Kugeln in Deutschland, wenngleich dann in Relation genauso vom Preis. Sarah bestellt sich Cookies & Cream und ist (mal wieder) neidisch auf mein Essen. Wir tauschen freundschaftlich, beziehungstechnisch und geschwisterlich im Geiste.

 

Nachdem wir das Eis geschlemmt haben, machen wir uns weiter mit den Fahrrädern zum Hornstulls Marknad. Ich habe dieses Mal kein gutes Rad erwischt, denn die Sattelstütze ist nicht justierbar. Eine Alternative gibt es nicht, denn der Fahrradstand ist leer. Es fährt sich trotzdem super chillig. Meine Knie sind beim treten knapp auf Kinnhöhe, aber was solls.

 

 

Ich bin überrascht, dass ich einen Anlegehafen für Schiffe direkt unter einer Brücke sehe. Ich sehe auch zum ersten Mal, wie eine Brücke für ein Schiff hoch- und aufgeklappt wird. Auf dem Weg nach Usedom hatte ich sonst immer das "Glück" es nicht zu sehen, weil man sonst ewig davor steht. 

Mit dem Cruiser-Bike erreichen wir den Foodmarket in Södermalm. Wir waren im März schon einmal hier, doch da war es zu kalt bzw. die Saison hatte nicht begonnen. Wie es auf einem Foodmarket üblich ist, kann man sich schwer für etwas entscheiden. Wir sind bei den Burritos hängen geblieben. Die Burritos sind nicht wirklich gut und wir zerren sie uns herunter. Bevor ich es vergesse. Meine Nase ist glühend rot und wir gehen noch in eine Shopping-Mall, um auf Toilette zu gehen. Wir wollen Sonnencreme kaufen und da erblicke ich den Tester. Einmal fix das 50+ auf die Nase und 20€ gespart. 

 

Zurück zum Foodmarket, sonnen wir uns prächtig. Es ist schon fast zu heiß in der Sonne, obwohl das Thermometer nur etwas über 20°C anzeigt. Das Essen hat uns nicht befriedigt und wir gönnen uns einen taiwanesischen Gua Bao Burger, der wieder super lecker ist.

 

 

Wir legen uns einige Meter am Tanto Strandbad in der direkten Nähe zum Park Tantolunden auf die Felsen. Direkt am Wasser hat man hier die Möglichkeit baden zu gehen, was auch einige Leute hier machen. Ich schließe die Augen und mache ein kleines Nickerchen von einer Stunde.  

Und das ist es dann auch leider mit dem wohl schönsten Städtetrip in meinem bisherigen Leben. Ich wäre noch sehr viel länger hier in Stockholm geblieben. Hatte mich die Stadt im März noch nicht so recht überzeugt, tat sie es im Sommer augenblicklich. Ich fühle mich hier das erste Mal so richtig glücklich. Auch wenn die Vergleiche etwas hinken, doch weder New York, noch London oder Berlin haben es geschafft mich derart zu verzaubern. Stockholm, wir werden uns definitiv noch öfter im Leben sehen.

 

Tack Så Mycket & Hej Då!

 

P.S.

 

 

Am Flughafen gibt es traditionell einen Burger von MAX!

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